Lichtblick-School

Die Erfindung des Realen

Katalog zum Seminar von Wolfgang Zurborn in Berlin 2025


Seminarkatalog Die Erfindung des Realen 3, Frontcover: Kathrin Brunnhofer, Backcover: Peter Auer


mit Arbeiten von
Klaus Heymach, Bodo Viebahn, Monika Barth, Yoshika Hirata Oen, Eva Brunner, Tobias Keppler, Torsten Pauer, Peter Auer, Christine Herold, Henning Willner und Kathrin Brunnhofer

und einem Text von Wolfgang Zurborn


Wir leben in Zeiten einer allgemeinen Verunsicherung, weil viele Wertvorstellungen, die die Basis unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens bildeten, immer mehr ins Wanken geraten. Die Nachrichten von immer weiter sich ausbreitenden Kriegen, die Häufigkeit von Naturkatastrophen und die nachhaltig traumatische Erfahrung einer Pandemie führen zu einer kollektiven Skepsis gegenüber den politischen Entscheidungen, die für den Zustand der Welt verantwortlich sind. Ein vernünftiger Diskurs scheint kaum mehr möglich zu sein, da die Komplexität der Problematiken so allgegenwärtig ist, dass populistisch vereinfachende Gesinnungen eine sehr verlockende Anziehungskraft bekommen.

Die Teilnehmer*innen des Seminars "Die Erfindung des Realen" von Wolfgang Zurborn in Berlin haben die Herausforderung angenommen, mit fotografischen Mitteln eine künstlerische Haltung zu entwickeln, die sich den wichtigen Fragen unserer Zeit stellt ohne der Realität zu entfliehen aber auch ohne ideologisch zu bevormunden. Es geht ihnen darum, mit einem neugierigen und einfühlsamen Blick genau hinzuschauen auf das Spannungsfeld von privatem und öffentlichem Leben sowie auf das zwiespältige Verhältnis der Menschen zu Natur und Kultur.

Das Ziel ist dabei nicht, eindeutige Wertungen über das Gesehene zu formulieren oder gesellschaftsrelevanten Themen so zu illustrieren, dass sie Vorurteile bestätigen. In einem offenen Prozess der Wahrnehmung soll vielmehr eine vitale Betrachtung unserer Alltagswelt zum Ausdruck gebracht werden, die das Auge nicht verschließt vor dem Unvorhersehbaren und Paradoxen.


Flipbook des Seminarkatalogs "Die Erfindung des Realen vol. 3"

We live in times of pervasive uncertainty because many of the values that once formed the foundation of our social coexistence are increasingly being shaken. Ongoing reports of expanding wars, the growing frequency of natural disasters, and the lasting traumatic experience of the pandemic have fostered a collective skepticism toward the political decisions held responsible for the state of the world. Because the complexity of these issues has become so pervasive, rational discourse now seems scarcely possible; as a result, populist and simplistically framed attitudes gain a strong and seductive appeal.

The participants in Wolfgang Zurborn's seminar ‘The Invention of the Real’ in Berlin have taken up the challenge of using photographic means to develop an artistic approach that addresses the important questions of our time without escaping reality, but also without imposing ideology. Their aim is to take a curious and empathetic look at the tension between private and public life and at people's ambivalent relationship toward nature and culture.

The aim is not to formulate clear judgements about the seen, nor to illustrate socially relevant topics in a way that confirms prejudices. Rather, in an open process of perception, they seek to express a vital observation of our everyday world that does not close its eyes to the unpredictable and paradoxical.



Klaus Heymach

Die Bildpaare der Serie FREE von Klaus Heymach lassen erahnen, wie sehr die Sehnsucht nach Freiheit bei den Menschen verankert ist. Wie ein Hilfeschrei wirkt der gesprühte, gemalte und gedruckte Schriftzug "FREE", wie er auf Mauern, Wänden, Plakaten und Schaufenstern allgegenwärtig im Stadtbild zu lesen ist. Eine alleinige Auflistung dieser politischen Botschaften im urbanen Raum wäre für den Fotografen aber zu wenig gewesen. Erst in der Kombination mit S/W-Bildern aus seinem privaten Umfeld entstehen vielschichtig assoziative Verknüpfungen, die die Vorstellung von Freiheit auf sehr persönliche Weise formulieren. Es sind gerade die auf den ersten Moment unlogisch erscheinenden Bildpaarungen, die einen emotionalen Zugang jenseits einer parolenhaften Eindeutigkeit möglich machen.

The pairs of images in Klaus Heymach's FREE series hint on how deeply a longing for freedom is rooted within people. The spray-painted, drawn, and printed word ‘FREE’ appears like a cry for help, ever-present in our cityscape on walls, billboards and shop windows. However, simply listing these political messages in urban spaces does not satisfy the aim of the photographer. Only through combination with black-and-white images from his private life do multi-layered associative connections emerge, allowing the idea of freedom to take shape in a deeply personal way. It is precisely these seemingly illogical pairings that enable an emotional access beyond slogan-like clarity.


Bodo Viebahn

Für Bodo Viebahn ist das Verhältnis der Menschen zur Natur das zentrale Thema seines fotografischen Langzeitprojektes Urban><Nature. Mit seinem unkonventionellen Blick auf die Restnaturen im städtischen Raum macht er deutlich, wie angespannt diese Beziehung ist und welche oft skurrilen Formen das Streben der Menschen nach einer Kontrolle über die Natur hat. Mit Einzelbildern, Diptychen und Triptychen kreiert er in der Sequenzierung seiner Fotografien ein komplexes Narrativ, das auf feinsinnige und hintergründige Weise Fragen aufwirft, was unsere Welt eigentlich noch zusammenhält. Eindeutige Antworten will er darauf aber auf keinen Fall geben, da er den Betrachter*innen den Freiraum läßt, ihre ganz eigenen Vorstellungen davon zu entwickeln. Er meidet das Offensichtliche, um eine Sensibilisierung für das zu schaffen, was wir im Alltag gerne übersehen.

For Bodo Viebahn, the relationship between humans and nature is the central theme of his long-term photographic project Urban><Nature. With his unconventional view of the remnants of nature in urban spaces, he highlights how strained this relationship has become and how the human desire to control nature often manifests in bizarre forms. Through the sdequence of single images, pairs and triptychs, he creates a complex narrative that subtly and sensitively raises questions about what actually binds our world together. However, to give clear answers to these questions is definitely not the aim here; he leaves viewers the open space to develop their own ideas about them. He avoids the obvious in order to raise awareness of what we tend to overlook in everyday life.


Monika Barth

Die Fotografien der Arbeit Beneath the Surface von Monika Barth nehmen uns mit auf die Reise in eine Bilderwelt, die einem das Gefühl vermittelt, geerdet zu sein und zugleich in eine imaginäre Vision entführt zu werden. In der unmittelbaren Nachbarschaft ihres eigenen Hauses hat sie ihren ganz eigenen Kosmos in einem Biotop entdeckt, das gezeichnet ist von Naturgewalten und von Einwirkungen des Menschen. Mit einem subtilen Gefühl für die ästhetische Wirkung von Formen und Farben durchdringt die Fotografin die Oberfläche einer rein faktischen Erfassung ihres Lebensraumes und kreiert dabei Seelenlandschaften, die einen tiefen Einblick in ihre inneren Bilder, in ihre Empfindungen, gewähren. Eine weitere Ebene in der Werkgruppe bilden Portraits, die in der Kombination mit den von ihr als "Landschaften" empfundenen Aufnahmen eine assoziative Verflechtung von unterschiedlichen seelischen Zuständen erfahrbar machen.

The photographs in Monika Barth's work Beneath the Surface lead us into a world of images that conveys a sense of being grounded while simultaneously drawing us into an imagined vision. In the immediate vicinity of her home, she discovered a personal cosmos within a biotope shaped by natural forces and human influence. With a subtle sensitivity to the aesthetic impact of form and colour, the photographer moves beyond the surface of purely factual recording, creating inner landscapes that offer deep insight into her images and emotional states. Portraits form an additional layer within the body of work; in dialogue with images, she perceives as “landscapes,” they allow the viewer to experience an associative interweaving of different inner states.



Yoshika Hirata Oen

Yoshika Hirata Oen hat die Auswirkungen der Corona Pandemie auf ihr alltägliches Leben in China, Deutschland und Japan auf ganz unterschiedliche Weise erlebt. Ihre sehr persönlichen Empfindungen in diesem kollektiven Ausnahmezustand hat sie in ihrer Bildserie Lockdown Elegy zusammengefasst. Es geht ihr eher darum, einerseits den subjektiven Gefühlen von Isolation und Angst Ausdruck zu verleihen, aber andererseits diese dramatische Änderung der Lebenssituation als Chance zu begreifen, Vertrautes nicht mehr als etwas Selbstverständliches zu betrachten und dabei verborgene Schönheit aufzuspüren. Die Serie widersteht dem Impuls, zu erklären oder zu beurteilen, und wendet sich stattdessen einer stillen, subjektiven Achtsamkeit zu, durch die die Erfahrung außergewöhnlicher Einschränkungen wahrnehmbar wird.

Yoshika Hirata Oen has experienced the effects of the coronavirus pandemic on her everyday life in China, Germany and Japan in very different ways. The image series Lockdown Elegy summarises her personal feelings in this shared state of exception. It deals with expressing subjective feelings of isolation and fear, while still seeing this dramatic change in living as an occasion to no longer take the familiar for granted and to discover hidden beauty in the process. Resisting the impulse to explain or judge, the series turns instead to a quiet, subjective attentiveness through which the experience of exceptional restrictions becomes perceptible.


Eva Brunner

Eine allgegenwärtige Faszination für eine Welt vor unserer Zivilisation ist in den Fotografien der Serie Dino Domesticus von Eva Brunner zu entdecken. Dinosaurier in jeglicher Form vom Spielzeug bis hin zu wissenschaftlichen Präparaten begegnen uns genauso in Kinderzimmern wie auch in Museen. Die rätselhaften, geheimnisvollen und auch bedrohlich wirkenden gigantischen Monsterwesen beflügeln aus der sicheren Distanz von ca. 200 Millionen Jahren unsere fantastischen Vorstellungen von der Urzeit. Dokumentation und Inszenierung verknüpfen sich in der künstlerischen Arbeit von Brunner zu einer visuellen Erzählung, die das Faktische und Imaginäre so miteinander zusammenwirken lässt, dass eine intensive Beschäftigung mit diesem Mysterium aus ganz verschiedenen Perspektiven möglich wird.

An ever-present fascination with a world that predates our civilisation can be seen in the photographs of Eva Brunner's Dino Domesticus series. Dinosaurs in all forms, from toys to scientific specimens, can be found in children's bedrooms and museums alike. From a safe distance of approximately 200 million years, these enigmatic, mysterious and even threatening giant beasts fuel our fantastic imaginings of prehistoric times. Documentation and staging combine in Brunner's artistic work to create a visual narrative that allows the factual and the imaginary to interact in such a way that an intensive engagement with this mystery from various perspectives becomes possible.


Tobias Keppler

Die Landschaftsfotografien von Tobias Keppler versetzen uns mit feinsten Grünabstufungen in einen Naturraum, der auf den ersten Blick wie eine ungebrochene Idylle in unserer gegenwärtig zerrissenen Welt wirkt. Die sehr präzise Aufnahmetechnik dient dabei keiner sachlichen Ortsbeschreibung mit dokumentarischem Duktus. Vielmehr ist Tobias Keppler mit all seinen fotografischen Arbeiten immer auf der Suche nach inneren Bildern, die Erinnerungen an Situationen aus dem früheren Leben widerspiegeln. Somit folgt die Bildsequenz auch keiner linearen Zeitlichkeit. Der letzte Sommer lautet der vieldeutige Titel der Serie, und es wird dadurch klar, dass es nicht um eingefrorene Momente geht, sondern um ein allegorisches Bild für das Erleben eines ganzen Sommers von lichtdurchfluteten Naturräumen bis hin zu einem düsteren Unwetter.

The landscape photographs from Tobias Keppler transport us, with their subtle shades of green, to a natural space that at first glance appears to be an unbroken idyll in our currently fractured world. The highly precise photographic technique does not strive to document the different loctions. Rather, in all his photographic work, Tobias Keppler is always searching for inner images that reflect memories of earlier life. Thus, the sequence of images does not follow a linear timeline. The Last Summer is the equivocal title of the series, and it therefore becomes clear that it is not about frozen moments, but rather a symbolic picture of the experience of an entire summer, from light-flooded natural spaces all the way to a gloomy storm.


Torsten Pauer

Ganz im Gegenteil dazu sind es bei Torsten Pauer gesehene Augenblicke, die in seiner Arbeit Bei genauerer Betrachtung mit den Bildkombinationen auf den Doppelseiten ein pointiertes Zusammenspiel von Mensch, Flora und Fauna kreieren. Mit einem sehr fragmentarischen Blick werden Details aus dem städtischen Treiben so aus dem Kontext herausgelöst, dass sie viel Freiraum für die Fantasie der Betrachter*innen lassen. Das Aufeinandertreffen der visuell komprimierten Einschnitte in das urbane Leben entwickelt eine poetische Kraft gerade weil die Verknüpfungen der Motive keiner linearen Logik folgen, sondern komplex assoziative Beziehungen voller Überraschungen und Humor entstehen lassen.

In stark contrast, Torsten Pauer embodies seen moments through his work On Closer Inspection through the combination of images on double pages, it creates a pointed interplay between humans, flora and fauna. With a purposefully fragmented view, details from urban life are taken out of context in such a way that they leave plenty of room for the viewer's imagination. The encounter between these visually compressed cuts of urban life gain a poetic power precisely because the connections between the motifs do not follow a linear logic, but instead give rise to complex associations full of surprises and humour.


Peter Auer

Szenerien des öffentlichen Lebens stehen auch im Mittelpunkt der Arbeit Vier km/h von Peter Auer. Mit präzise kadrierten S/W-Fotografien im Querformat hat er schon in früheren Arbeiten entscheidende Augenblicke so eingefangen, dass vielschichtige Erzählebenen in einem Bild lesbar gemacht wurden. Seine neuen Strassenfotografien im Hochformat reißen das Abgebildete dagegen mit eng gefaßten Ausschnitten aus verortenden Kontexten heraus. Der Raum, in dem das Zusammenwirken von Mensch, Objekt und Architektur zu sehen ist, wird nicht mehr abgebildet, sondern collagenartig montiert. Wie in einem Puzzle fügen sich die Details zu einem großen Ganzen zusammen. Die Präsentation in der Form eines Leporellos ist dann ideal dafür geeignet, dem Strom der Bilder eine Richtung zu geben und letztlich damit einen Weg durch urbane Welten erlebbar zu machen.

Scenes from public life are also the focus of Peter Auer's work Four km/h. In earlier works, precisely framed horizontal black-and-white photographs were used to capture decisive moments, to allow multi-layered narratives to be read in a single image. In contrast, his new street photographs in portrait format tear the depicted subjects out of their localised contexts through tightly framed snippets. The interactive space of people, objects and architecture is no longer depicted, but assembled in a collage-like manner. Like in a jigsaw puzzle, the details fit together to form a larger whole. Therefore, these images are presented through a leporello, which is ideal to give direction to the stream of phtoographs. It also ultimately makes it possible to experience a path through urban worlds.


Christine Herold

Dancing Unicorn betitelt Christine Herold ihre Serie mit Farbfotografien, die sie bei Streifzügen durch städtische Areale findet. Sie deutet damit schon eine intuitive Herangehensweise bei der Wahrnehmung ihres Lebensraumes an. Keine ihrer Motive könnte vorher geplant werden, weil sie ihre Qualität erst im unmittelbaren Dialog mit der Außenwelt entwickeln können. Die Offenheit für das nicht Vorhersehbare ist die Grundlage für den neugierigen Blick, der nicht nur bestätigt, was wir vorher schon wußten. Gehalten wird das Zusammenspiel der Bilder von einer Choreografie des Urbanen, bei der auch Pflanzen einen Tanzkurs zu belegen scheinen.

Dancing Unicorn was deemed by Christine Herold to be a fitting title for her series of colour photographs, which she finds on her explorations through urban areas. Through this title, she already hints at an intuitive approach to the perception of her living space. None of her motifs could be planned in advance because they can only develop their quality through direct dialogue with the outside world. Openness to the unpredictable is the basis for a curious gaze which strives to not merely confirm the known. The interplay of the images is held together by an urban choreography in which even plants seem to be swaying along.


Henning Willner

Mit dem Familienalbum von Henning Willner verlassen wir den öffentlichen Raum und begeben uns in die private Welt des Fotografen. Mit feiner Selbstironie wird hier kein idealisiertes Bild der Familie gezeichnet. Freuden und Schrecken des häuslichen Zusammenlebens begegnen sich in der tagebuchähnlichen Sammlung von Familienbildern aus verschiedenen Zeiten. Eine lineare Chronologie vermeidet Willner bewußt, da gerade das Aufeinandertreffen von Fotografien aus unterschiedlichen Lebensphasen die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander auf spannende Weise in ein neues Licht rückt. Der Rückblick wirkt auch deshalb wie eine fragile Konstruktion von Erinnerung, weil die Fotografien in ihrem ursprünglichen Zustand abgebildet werden, als vergilbte Abzüge, Kalenderblätter oder auch als Handy Displays.

Henning Willner's Family Album takes us out of the public sphere and into his private world. With subtle self-irony, he does not paint an idealised picture of the family. The joys and horrors of domestic life meet each other in this diary-like collection of family photos from different periods. Willner deliberately avoids a linear chronology, as it is precisely the clashing of photographs from different phases of life that brings the relationships between family members into a new and exciting light. Hereby, also looking back seems like a fragile construction of memories as the photographs are reproduced from their original state, as yellowed prints, calendar pages or even mobile phone displays.


Kathrin Brunnhofer

Kathrin Brunnhofer bewegt sich mit den experimentellen Arbeiten ihrer Serie A Jelly Thing auch in vertrauten Lebensräumen, aber wie in einem surrealistischen Film scheinen Fruchtgummis die Macht im Alltagsleben übernommen zu haben. Faszinierend ist dabei, wie die Illusion mit einfachsten Mitteln erzeugt wird und nicht das Resultat einer aufwendigen Inszenierung oder der Verwendung künstlicher Intelligenz ist. Im harten Seitenlicht mit kräftigen Schlagschatten an der richtigen Stelle auf Farbfotografien des Lebensumfeldes platziert, entwickeln die glibberigen Süßigkeiten ein ganz außergewöhnliches Eigenleben. Mit goldenen Schwingen scheint ein majestätisch wirkendes Flugobjekt vor einem dramatischen Nachthimmel über einem Parkplatz zu schweben. Wunderbar, dass der Fake offensichtlich ist und trotzdem mit erfrischendem Humor die Vorstellungskraft der Betrachter*innen beflügelt.

Kathrin Brunnhofer's experimental works in her series A Jelly Thing also move in familiar, daily habitats, but as in a surrealist film, gummies seem to have taken over everyday life. What is fascinating is how the illusion is created with the simplest of means and is not by the result of elaborate staging or the use of AI. Placed in just the right position on colour photographs of the living environment with strong side lighting that create energetic drop shadows, the jellylike sweets develop a very extraordinary energy of their own. With golden wings, a seemingly majestic flying object appears to hover in front of a dramatic night sky above a car park. The wonder here is that the fake is obvious and yet with refreshing humour inspires the viewer's imagination.



 

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