Lichtblick-School

Die Erfindung des Realen

Seminar mit Wolfgang Zurborn in Berlin
6 Termine zwischen Februar und Oktober 2017


Torsten Schumann


Irina Tübbecke

Das hervorstechendste Merkmal der Fotografie liegt in ihrer scheinbar direkten Affinität zum Bild der realen Welt. Die Vorstellung, mit ihr ein eindeutiges Bild der Wirklichkeit schaffen zu können, muss aber - aus vielerlei Gründen – kritisch reflektiert werden. Keine konkrete fotografische Arbeit kann losgelöst von dem subjektiven Schaffensprozess und seinen ästhetischen und erkenntnistheoretischen Kriterien gesehen werden. Das individuelle Interesse an bestimmten Situationen, Wertsetzungen und Wahrnehmungen ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die lebendige Entwicklung einer fotografischen Handschrift. Nur aus einer selbst Schritt für Schritt erschlossenen Perspektive kann Wirklichkeit bewusst in ein aussagekräftiges Bild gesetzt werden.


Dieter Hanke


K.T. Blumberg

Auch für den Betrachter ist der nachvollziehbare Realitätsbezug der Fotografie maßgeblich durch die Dimensionen der Bildgestaltung und Motivinszenierung beeinflusst. Das Paradigma des fotografischen Realismus enthält die Extremwerte der freien poetischen Erfindung des Realen und der dokumentarischen Wirklichkeitstreue. Aber auch die kühnste Erfindung entlehnt Elemente aus dem Raum der alltäglichen Erfahrung, um sich an ihnen wie an einem Relief „zu reiben“. Und die konsequenteste Dokumentation braucht eine geeignete kompositorische Form, um die Vielschichtigkeit ihrer Objekte thematisch prägnant zu bündeln.


Tobias Keppler


Cina F. Sommerfeld

Alle in den Seminaren der letzten Jahre entstandenen Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Dokument und Inszenierung. Die intensive Suche nach authentischen persönlichen fotografischen Sichten auf die Alltagswelt richtet sich dabei sowohl auf gesellschaftliche Zusammenhänge wie auch auf private Beziehungen, auf prägnante Phänomene der Gegenwart wie auch auf fragile Konstruktionen der Erinnerung an Vergangenes. Im Zusammenspiel der unterschiedlichen Formen der Wahrnehmung entsteht ein komplexes Geflecht von inhaltlichen und formalen Bezügen, das die Fotografie aus dem Korsett der Illustration von Text befreit und ihr damit die Möglichkeit verleiht, ihre spezifische Qualität als eigenständige Sprache zu manifestieren.


Dieter Seitz


Ruth Stoltenberg


Seminardaten:

Seminargebühr:

Von den 6 angebotenen Terminen müssen mindestens 5 gebucht werden.
6 Termine; 660.- Euro inkl. 19% MwSt
5 Termine; 550.- Euro inkl. 19% MwSt

Auswahl der Termine bitte in der Liste bei Doodle eingeben!


Ort des Seminars am 11. Februar: bei "Titanfilm", Straussberger Platz 1, Haus Berlin, 12.OG
Weitere Seminatermine werden in den Räumen der aff Galerie, Kochhannstr. 14, 10249 Berlin, stattfinden






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